Über mich

Ich bin als Arbeiterkind in Tangermünde bei meinen Adoptiveltern aufgewachsen. Mein Vater (geb. 1945) arbeitete seit seinem vierzehnten Lebensjahr als Dachdecker, meine Mutter (geb. 1947) in einer Fleischerei halbtags im Büro. Kurz vor meiner Einschulung, 1986, zogen meine Eltern in die lang ersehnte Dreiraumwohnung mit Innentoilette und Heizung in das neu errichtete Plattenbauviertel. 

 

Mit Eintritt in die Schule begann bereits mein ehrenamtliches Engagement. Ich trat bei den Pionieren ein und war Gruppenratsvorsitzende. Ich gestaltete die Pioniernachmittage mit und kämpfte schon damals dafür, dass meine Freundin, die evangelischen Glaubens war, ebenfalls daran teilnehmen durfte.

 

1989 - das Jahr des Mauerfalls - und die darauffolgenden Jahre haben mich sehr geprägt. Meine Eltern verloren ihre Arbeit, ich meine für mich wichtigen Aufgaben als Pionierin und damit auch ein großes Stück meiner Identität. Meine Welt stand Kopf. Das Schulsystem wurde umgestellt, Betriebe geschlossen, das gerade noch stolz bezogene Plattenbauviertel entwertet; die Räume für Jugendliche verschwanden. Es war schwer für mich, Halt und Orientierung zu finden. Ich wurde Punkerin und kämpfte gegen die stetig zunehmende Präsenz von Neonazis in der Kleinstadt. Dieser Kampf gegen Rechts begleitet mich bis heute. Im Jahr1998 schloss ich mein Abitur ab, verließ meine Heimat und zog nach Berlin, wo ich als junge Frau mehr Zukunftschancen sah.


Das Foto zeigt mich ein Jahr nach meiner Einschulung mit meinem Klassenkameraden. Eine Redakteurin der "Neuen Berliner Illustrierten" (NBI) kam vorbei und fotografierte uns. Der Artikel wurde mit diesem Foto in einer Ausgabe im Sommer 1987 veröffentlicht. 

Nach dem Abschluss meiner Ausbildung arbeitete ich als Einzelhandelskauffrau für Naturkost in der Geschäftsführung einer Bio-Einkaufsgemeinschaft Wurzelwerk GmbH. Ich studierte Wirtschaftspädagogik an der Humboldt Universität zu Berlin. Nach wenigen Wochen fragte ich mich, wo hier die Menschen hinter den endlosen Zahlenreihen der Arbeitslosen- und Armutsstatistiken waren. Ich wechselte das Studienfach, studierte Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule und schloss am Ende mit einem Master in Sozialer Arbeit ab.

 

Parallel gründete ich mit meiner Frau eine Familie und wohne seitdem mit unseren Kindern in einem selbst verwalteten Wohnprojekt in Lichtenberg. Mit dem Schuleintritt meiner Kinder baute ich mein ehrenamtliches Engagement, vor allem im Schulbereich, aus. Als Vorsitzende des Bezirkselternausschusses widmete ich mich der Schulplatzproblematik, gründete eine Elterninitiative und organisierte gemeinsam mit anderen Demonstrationen.

 

Als ich in diesem Zusammenhang Harald Wolf kennenlernte und er mich für die Bezirksverordnetenversammlung anwarb, war die logische Konsequenz aus meinen biografischen Erfahrungen der Eintritt in die Partei DIE LINKE und die Übernahme politischer Verantwortung. Mit der Wahl zur Bezirksverordneten im Jahr 2016 begann ich bei der Abgeordneten Hendrikje Klein zu arbeiten und organisierte die wichtige Wahlkreisarbeit. Für meine Fraktion war ich in der Legislatur von 2016 bis 2021 Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Mitglied im Ausschuss Haushalt und Personal sowie für Schule und Sport der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Lichtenberg. Seit 2021 bin ich Ihre direkt gewählte Abgeordnete im Abgeordnetenhaus Berlin - für den Wahlkreis drei im Bezirk Lichtenberg.


Wahlkreisbüro am Anton-Saefkow-Platz 4 (10369 Berlin)

 

Montag: 13 -17 Uhr

Dienstag: 9 - 15.30 Uhr

Mittwoch: 16 - 19 Uhr

Donnerstag: 9 - 13 Uhr

 

Claudia Engelmann MdA / Fraktion DIE LINKE.
im Abgeordnetenhaus Berlin

engelmann@linksfraktion.berlin

 

Gute-Stube-Telefon: 030/28508407

team@claudia-engelmann.berlin